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5. Sozialpsychologie und Sport

Arbeitsdefinitionen:
Die Sozialpsychologie ist Bestandteil der Psychologie. Sie befasst sich mit menschlichem Verhalten und Erleben im sozialen Kontext.
Ihre Fragestellungen beinhalten auch Grundsatzthemen aus den Bereichen Psychologie, Soziologie und Sportwissenschaften.

Eine weit verbreitete Definition stammt vom US-amerikanischen Sozialpsychologen Gordon W. Allport, der 1954 formulierte:  
„Sozialpsychologie ist der wissenschaftliche Versuch zu erklären, wie die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen von Individuen
beeinflusst werden durch die tatsächliche, vorgestellte oder implizite Anwesenheit anderer Menschen.“

Die zentrale Aufgabe der Sozialpsychologie beinhaltet die Beschreibung und Erklärung der Beeinflussung von Gedanken, Einstellungen und Gefühlen
sowie des Verhaltens von Individuen durch anwesende Personen.

Untersuchungsgegenstände der Sozialpsychologie sind jene psychischen Vorgänge, in denen Beziehungen des Menschen zu einem oder mehreren anderen Menschen zum Ausdruck kommen.
Diese Beziehungen entsprechen Verhaltensweisen der Menschen zueinander. Solche gemeinschaftsbedingten psychischen Phänomene sind u.a.
Liebe, Hass, Sympathie, Antipathie, Nachahmungstrieb, Pflegetrieb, Machtstreben, Minderwertigkeitsgefühl, Ressentiment etc.
Ferner sucht die Sozialpsychologie die Wurzeln der Entstehung der verschiedenen Sozialgebilde wie Ehe, Horde, Stamm, Volk, Gesellschaft, Staat psychologisch zu erfassen.
(Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sozialpsychologie-42758)

Die Sozialpsychologie ist auch eine sportwissenschaftliche Disziplin.
Die psychologische Sozialpsychologie erforscht im weitesten Sinne die Auswirkungen sozialer Interaktionen
auf Gedanken, Gefühle und Verhalten des Individuums im Sinne des sozialen Handels im Sport.
Sport dient dabei als eine soziale Institution, in der eine Kommunikation körperlicher Leistungen stattfindet.

 

Beschäftigungsfelder:

Die Sozialpsychologie als Wissenschaft basiert auf acht Themenkomplexe:

Die angewandte Sozialpsychologie beinhaltet im Grundsatz vier Themenbereiche:

 Zu den Grundgedanken der Sozialpsychologie zählen zwei Axiome:

Das Praxisfeld Sport stellt daher ein ideales Anwendungsfeld zur Beschreibung und Analyse sozialpsychologischer Sachverhalte dar.
Der Sport generiert einzigartige Situationen, in denen die Bedingungen für das soziale Handeln entstehen.
Die Vielfalt der sportlichen Aktivitäten beinhalten immer einen sozialen Bezug und soziale Interaktionen.
(Quelle: Lau, Andreas; Plessner, Henning (2016): Sozialpsychologie und Sport. Ein Lehrbuch in 12 Lektionen. Aachen: Meyer&Meyer Verlag, S. 6 - 15)

 

Die Bezüge der Sozialpsychologie veranschaulicht folgende Grafik:

(in Anlehnung an Lau, u.a. S. 14 und Gabler)

 

Links zu anderen Wissenschaften:
Sprortsoziologie
Sportpsychologie
Sportpädagogik 
Trainingslehre/Trainingswissenschaft

Quellen (Literatur):

Akert, Robin; Aronson, Elliot; Wilson, Timothy (20148): Sozialpsychologie. München: Pearson-Verlag/Stark-Verlag  

Fischer, Peter; Jander, Kathrin; Krueger; Joachim (20182): Sozialpsychologie für Bachelor. 'Springer-Lehrbuch'. Cham/CH: Springer-Verlag GmbH

Lau, Andreas; Plessner, Henning (2016): Sozialpsychologie und Sport. Ein Lehrbuch in 12 Lektionen. Aachen: Meyer&Meyer Verlag

 

Internet (Ohne Gewähr):

https://www.plus.ac.at/psychologie/fachbereich/organisation/sozialpsychologie/studium-lehre/was-ist-sozialpsychologie/

http://www.psychology48.com/deu/d/sozialpsychologie/sozialpsychologie.htm

Stangl, W. (2022, 28. Dezember). Sozialpsychologie – Online Lexikon für Psychologie & Pädagogik.
https://lexikon.stangl.eu/864/sozialpsychologie

https://de.wikipedia.org/wiki/Sportpsychologie

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/sozialpsychologie-42758

 

 

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Stand: 06.01.2023